Berichte aus dem Zeltlager 2001 in Werpeloh



Bericht von einer aus dem Vorkommando


14.8.01 4:00 Uhr, mitten in der Nacht, der Wecker klingelt. Hätte er sich auch sparen können, bin schon seit 'ner viertel Stunde wach. Na gut, dann steh ich jetzt auf. Also, erst einmal duschen, vorher noch die Kaffeemaschine anschmeißen, eigentlich kann ich gar keinen Kaffee kochen, aber ist ja sonst niemand da, der das für mich tut.
Klamotten lagen doch schon irgendwo bereit, oder? Ach ja, in der Stube auf der Couch. Nicht vergessen das Handtuch aufzuhängen und schnell noch ein paar Stullen für unterwegs schmieren. Was zu trinken, außer Kaffee ist schon im Rucksack, alles andere schon seit gestern im Auto. Ok, Kaffeemaschine hatte ich ausgeschaltet, Rucksack und Gitarre müssen noch ins Auto. Was hab ich denn bloß vergessen? Egal, Marco wartet, ist schon gleich 5:00 Uhr.
Tür zu, heute 2x abschließen, nicht so laut, die Nachbarn schlafen doch noch.

5:05 Uhr Marco eingesammelt, weiter zu Ernie.
Der hat wohl seinen ganzen Hausstand dabei: "He du, ich dachte dein Gepäck ist vorhin mit auf den Laster gekommen?" Na ja, hier und da alles ein bisschen zusammenquetschen, dann wird es schon `reinpassen. Ein Nissan ist eben kein Omega!!! Weiter jetzt zu Frank, der will auch noch mit.

5:19 Uhr, Frank raucht mit uns noch 'ne Zigarette und dann geht's los.
Mist, falsche Abfahrt, wir wollen doch gar nicht zurück nach HH. Wie um alles in der Welt kommt man denn jetzt wieder auf diese verflixte Autobahn zurück? Frank und Marco hätten ja mal besser aufpassen können, die Dussel, fahren uns blind hinterher!

8:00 Uhr, wieder falsch in Sögel, warum steht denn da nicht dran, dass es rechts nach Werpeloh geht? So, nun schnell zum Platzwart um den Schlüssel zu bekommen, nun wird's aber auch Zeit, ich muss seit 'ner halben Stunde Pipi machen !

8:15 Uhr endlich auf dem Zeltplatz, wo ist denn der LKW? Ach da unten steckt er in einem Matschloch. Den kriegen wir da wohl ohne Hilfe nie wieder raus. Carlos und Mose schlafen noch, also erst einmal einen Kaffee zum Frühstück, dann die beiden wecken, ein paar Witze über den versenkten LKW machen und mit dem Ausladen anfangen.
In Kiel haben wir mit 19 Leuten ca. 5 Stunden gebraucht den LKW einzuladen, wie lange wird es wohl dauern , ihn wieder auszuladen? Wo kommt denn jetzt die Sonne auf ein Mal her? Verdammt ist das heiß!
Hat gar nicht so lange gedauert. Trotzdem, wir sind klitschnass und brauchen dringend eine Dusche.

Um 10:30 Uhr bittet Marco einen Bauern, den LKW aus den Dreck zu ziehen.
Nun kann es losgehen. Zuerst die Küche aufbauen, das dauert ja nicht so lange und daneben das Materialzelt. Das Großzelt kommt da drüben hin, das machen wir auch gleich noch, da wollen wir doch während des Vorkommandos schlafen. Das zweite Großzelt kommt da unten vor den Sportplatz! So, Kinderlager nach unten in den Wald und Jugendlager links. Also, wohin mit dem Mitarbeiterzelt? Nee, dahin nicht, unter den Bäumen muss das Zelt ja nun nicht gerade stehen. Und da vor dem Kinderlager? Nein. Aber da, auf die andere Seite, dann können wir vom Zelt aus das Kinder- und das Jugendlager im Blick haben. Dafür gibt es da die meiste Zeit am Tag keinen Schatten. Na ja, man kann nicht alles haben.
Das Mitarbeiterzelt kann eingeräumt werden. Als ich fast fertig bin, kommen Maike und Gesche mit Lena und Marie und sind beide total am Ende, und froh endlich da zu sein. "Nun setzt euch doch erst Mal hin und nehmt euch eine Iso. Lecker oder, und so schön still hier!"
Da sind ja endlich Manu und Gulle und Rainer ist ja auch schon da. Dann können wir morgen ja mal einen Schlag reinhauen. Aber für heute ist genug getan, jetzt gibt's noch was zu Essen für alle und dann fallen wir alle todmüde nach einer langen warmen Dusche auf unsere Luftmatratzen.

15.8.01 9:00 Uhr: Hallo? Lena? Ausslafe? Hallo!- Hallo! Oh, hallo Marie, ja wir stehen ja schon auf und Lena ist auch schon wach.
Frühstück und weiter geht's. Erst mal raus aus der Sonne. Das Kinderlager soll aufgebaut werden, nur, wie stellen wir die Zelte denn hin? Erst einmal die Gestänge zusammenbauen, dann gucken wir weiter.
Im Jugendlager können auch schon mal die Gestänge aufgestellt werden. Wie viele Zelte müssen da hin? Ach ja, 4. Bei dieser Hitze mag sich ja KEINER bewegen, wir wollten doch eigentlich heute alles geschafft haben, damit wir morgen noch einen Tag entspannen können: war wohl nichts, dann arbeiten wir eben morgen weiter.

16.8.01 Guten Morgen Marie, hast du gut geschlafen? Frühstück ist schon fertig und draußen ist es schon wieder so heiß!
Heute also die Küche richtig einräumen, Sonnensegel aufstellen, Strom und Wasserleitungen legen, Tische und Bänke unters Sonnensegel bringen und aufbauen, Kleinzelte aufstellen und die privaten auch, Sanizelt aufbauen (wo ist denn bloß das Innenzelt hingekommen? Was? In einem ganz hässlichen Packsack? Kann ich nicht finden, suchen wir später!)
Also, Sonnensegel aufstellen. Wo sind die Füße? Ach da, die müssen erst einmal zusammengeschraubt werden. Ja, jetzt kann es weitergehen. Wie war denn das noch? 3 große Füße und zwei kleine? Das Seil da in der Schüssel gehört auch dazu. Nee, wir hatten doch keine 3 Füße! Wo ist der Film vom letzten Jahr? Wir müssen uns das mal angucken! Seht Ihr? Keine 3 Füße. Wir brauchen nur 2 davon. Also los, da vorne vor das obere Großzelt, da ist Platz genug. Ede und Imke kommen mit Jonathan. Und wieder ist ein Tag zu Ende.

17.8.01 So, nun aber ranhalten, heute Nachmittag kommen die Kinder schon. Also zack zack, die Böden in die Zelte legen und die abgegebenen blauen Säcke zuordnen. Die Toiletten müssen noch geputzt, Schilder beschriftet und der Vorgarten für das Mitarbeiterzelt gebaut werden und und und.
Jenny und Nora kommen mit Franzi an und bald sind auch die Busse da, dann ist es aus mit der Ruhe auf diesem Platz. Vor uns liegen 14 Tage mit viel Spaß und Action mit 63 Kindern und 20 Mitarbeitern.






Bericht aus der Küche


Das Küchenteam besteht dieses Jahr aus Nora, Jenny, Nils und Silke. Natürlich gehört auch Franzi dazu.
Für uns ist dieses unser erstes Zeltlager. Wir stellen fest, je länger das Zeltlager dauert, um so mehr Hunger haben alle.
Am Anfang kamen wir mit sechs bis sieben Broten aus, inzwischen haut die Meute neun Brote wech.
Ein Tag in der Küche sieht so aus:

Um 8:00 Uhr morgens fangen wir an, Kaffee zu kochen (Anm. der Redaktion: warum eigentlich jetzt erst).
Danach holen wir ca. 25 Liter Milch (oft auch mehr) aus der Kühlung für Kakao (15 Liter) und zum "So trinken" und für Cornflakes u. ä..

Der Tagesdienst klingelt um 9:15 Uhr zum Frühstück. Dabei werden ca. 140 Brötchen, zwei Packungen Smacks, Cornflakes,
Müsli und der dazugehörige Belag für Brötchen verspeist.

Für das Mittagessen um 13:15 Uhr beginnen wir ca. um 10:00 Uhr mit z. B. Kartoffeln schälen (20 kg) und 15 kg Hack
zu Frikadellen zu formen. Ebenso werden drei riesig große Dosen Bohnen erwärmt und weiße Soße gekocht. Zum Nachtisch werden etwa acht Liter Wackelpudding und vier Liter Vanillesoße verspeist.
Nachdem alle gesättigt sind, geht es ans Aufräumen, damit um 15:30 Uhr ein großes Blech Kuchen und Getränke angeboten
werden können. Dann haben wir Pause.

Um 17:30 Uhr schneiden wir Käse und Brot auf, außerdem gibt es noch Fisch, Heringssalat, Quark, Gurken und Frischkäse.
Der Tagesdienst klingelt dann um 18:30 Uhr zum Abendbrot.

Zum Schluß des Tages heißt es, Küche säubern und Aufschnitt und Käse für das Frühstück schneiden.
Feierabend ist dann zwischen 21:30 und 22:00 Uhr.

Die Küche






Sonntag, 19.08.01


Um 8.30 Uhr stand Ede auf dem Platz und bimmelte alle aus ihren Betten.
Dann gab es lecker Frühstück (für das Jugendlager mal wieder JIPIKAJE(!!) getrennt vom Kinderlager).
Nach dem lecker Frühstück gab es von 11.00 Uhr bis ca. 11.45 Uhr Gottesdienst, wo Pastor Mahler über Gott und die Welt sprach. Extra für den Gottesdienst wurde ein Altar mit hölzernem Kreuz aufgebaut. Wir feierten das Abendmahl mit lecker "Wein": Traubensaft - schade aber auch... und drögem Weißbrot. Zwischen Gottesdienst und Mittagessen nutzten viele die Zeit, um in die Weltmetropole Werpeloh zu gehen.
Um 13.15 Uhr gab es lecker Essen und zwar Nudeln mit Käse-Sahne-Soße. Wahlweise mit oder ohne Mais und zum Nachtisch gab es grüne Glipsche mit Vanillesoße. Dann war Freizeit bis zum Kaffee.

Um 16.00 Uhr begann das Chaos-Spiel, was sehr chaotisch war. Die "kleinen Steine" wurden erster. Es war so heiß, dass einige Betreuer nach dem Spiel eine Wasserschlacht anzettelten. Am Ende waren ein paar Leute ein bisschen nass. Wir kürten die und den schönsten Nassesten (es gab aber mehrere). Danach war großes Abtrocknen und Umziehen angesagt. YEAH!
Da wir alle ziemlich erschöpft und hungrig waren, klingelte die Bimmel rechtzeitig zum Abend-Mampfen.
Wie gesagt: Alle hatten ziemlich Hunger, aber André mal wieder am meisten!

Als letztes gab es die luschtige Mitarbeitershow mit TV Total, wo unser sexy Praktikant Elton natürlich nicht fehlen durfte. Wir hatten viel Spaß beim Anblick von den No Angels, A. Young, unserer AVON Beraterin Manu, Betty, die immer noch die Schulbank in der Grundschule drückt (und das mit 25 Jahren!) und natürlich unserem Paar des Abends und dem leuchtenden Stern.
Natürlich gab es noch viele andere luschtige Sketche über die wir uns alle kaputtlachten (nicht wirklich). Und unvergessen: Stefaaaaaaaaan Raaaaaaab!

Danach war Heia-machen für das Kinderlager und im Jugendlager war noch Nachtprogramm.






Mittwoch, 22.08.01


Mittwoch war Gammelvormittag. Alle konnten lange ausschlafen. Wir (Zelt 9) haben um 9.15 Uhr gefrühstückt.
Dann um 9.30 Uhr haben wir uns abgemeldet und sind anschließend ins Dorf gegangen. Dort haben wir erst einmal eingekauft.
Nach dem Einkauf haben wir Mittag gegessen.
Nach dem Mittagessen haben wir Takeshi´s Castle gespielt. Es war sehr lustig.
Bei der 1. Aufgabe mussten wir von einem Tor zum Anderen laufen und mussten versuchen, nicht abgefangen zu werden.
Bei der 2. Aufgabe mussten wir uns über Drahtseile hangeln.
Bei der 3. Aufgabe mussten wir vorsingen.
Bei der 4. Aufgabe mussten wir Sackhüpfen.
Bei der 5. Aufgabe mussten die Betreuer uns unsere Schwänze klauen.
Bei der 6. Aufgabe mussten wir durch Tunnel krabbeln.
Bei der 7. Aufgabe mussten wir mit Bobbycars rumfahren.

Beim Lagerfeuer gab es die Auflösung von Takeshi´s Castle. Wir haben dann noch Lieder gesungen. Dann mussten wir ins Bett.





Werpeloher Schlumpflied


Sagt, von wo kommt ihr denn her?
Aus der Erde bitte sehr!

Was für Typen seid denn ihr?
Wir sind Werpel und werpeln viel!

Soll ich Euch ein Lied beibringen?
Ja, wir wollen mit dir singen!

Der Trillerwerpel fängt an!

(Melodie trillern)

So, nun singt mal alle mit!

(Melodie lalalalalalalalal....)

Geht ihr nachts auch in die Zelte?
Ja, wir gehen auch in die Zelte!

Klaut ihr Naschies und noch mehr?
Ja, am liebsten Gummibärn!

Kann man euch denn sonst auch sehen?
Wir sind unsichtbar beim Gehen!

(Melodie lalalalalalalalalalal.....)

Hinterlasst ihr Spuren in dem Sand?
Nein, wir bleiben unerkannt!

Wie kann man euch dann erkennen?
Am Geraschel, wenn wir rennen!

Wollt ihr die Kinder heut nacht noch necken?
Ja, wir wollen sie alle erschrecken!

(Melodie hahahahahahahahahahahah )







Werpel - Papagei

Werpel fressen gern kleine Batterien, sie müssen nie aufs Klo
Und waschen sich auch nicht denn das ist so doof
Und dann singen sie:

Inge dinge dinge, use wuse wuse, saba daba daba, dei ei ei

In Afrika am großen Fluss, da sitzt ein kleines Werpelkind
Es frisst kleine Al-gen,
und wenn es da so trinkt
und dann singt es:

Inge dinge dinge, use wuse wuse, saba daba daba, dei ei ei

Der Gockelhahn Karl Friedolin, der hat ein Werpel gesehn
Der Werpel fraß die Hennen auf und die Hennen gackerten:

Gacka gacka gacka gacka gacka gacka gacka gacka gacka gagaga

© by Zelt 6 (2001) , Melodie : "Der Papagei"




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